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News der Kapelle

Swing aus Frankenthal

Die Feuerwehr im Dorf hat eine ganz junge Kapelle. Was sie spielt, ist alles andere als typisch.


Matthias Justus , Therese Engert, Melanie Gäbel, Christoph Gurath, Joseph Mauksch, Theresa Gurath (v.li.) und Rosemarie Müller und Marlen Rüdiger(vorn) gehören der Frankenthaler Feuerwehrkapelle an. Eine junge Truppe. Foto: Regina BergerEs swingt im Gerätehaus in Frankenthal. Die Musik geht ins Blut. Diese ungewöhnliche Geräuschkulisse erwartet man durchaus nicht von einer Feuerwehrkapelle. Matthias Justus setzt die Posaune ab und lächelt. Seit 1994 spielt der Großharthauer im dortigen Posaunenchor. So nebenbei habe er vor einiger Zeit mitgekriegt, dass zwei Bläser aus dem Posaunenchor zu den Gründern der Feuerwehrkapelle Frankenthal gehörten.

Das machte ihn neugierig. Matthias Justus ging zu einer Probe – und blieb. Die völlig andere Musik sei eine schöne Ergänzung zu dem, was er sonst in der klassischen Formation spielt. „Egal, ob Posaunenchor oder Feuerwehrkapelle, für die dörfliche Kultur ist beides wichtig“, sagt der Mechatronik-Ingenieur. Für den Vater von zwei Kleinkindern sei es nicht so leicht, Auftritte und Proben für beide Orchester auf die Reihe zu kriegen. Leider sei man hier wie da nicht übermäßig stark besetzt, da fällt jede fehlende Stimme ins Gewicht. Die Titelmusik der Olsenbande-Filme sei eines seiner Lieblingsstücke, sagt der 34-Jährige. Auch Swing und Jazz mag er. Diese Musik gefällt auch Melanie Gäbel. Die Vielfalt bei der Feuerwehrkapelle sei einer der Gründe, weshalb sie mitspielt. Und sie fühlt sich wohl in Frankenthal. Ihre Oma wohnt hier, hier hat sie Freunde und spielt sogar Fußball, erzählt die 19-Jährige aus Hauswalde. Als sie von der Kapelle hörte, kaufte sie spontan eine Trompete und brachte sich das Spielen selbst bei. Im Spielmannszug Kleinröhrsdorf bläst sie Signalhorn. Das hat fünf Naturtöne, bei der Trompete kamen etliche neue dazu. Ein halbes Jahr brauchte sie, bis sie richtig mitspielen konnte. „Mein erstes Stück bei einem Auftritt war Hänsel und Gretel. Das war mir schon peinlich“, sagt die Studentin. Jetzt schmunzelt sie darüber. Musik wie „Alexanders Ragtime“ sei etwas anderes als Märsche im Spielmannszug.

Man könnte sagen, die Kapelle entstand aus einer Laune heraus. Etliche junge Frankenthaler spielen ein Instrument, waren Schüler der Musikschule in Bischofswerda. Vor dem gemeinsamen Frühlingsfest von Feuerwehr und Mühlenclub wurden sie 2011 gefragt, ob sie nicht zur Unterhaltung etwas spielen, sich dafür einmalig zusammenfinden könnten. „Wir waren sieben Leute und haben ganz locker Kaffeemusik gemacht“, erzählt Theresa Gurath. Das kam an. Und zwar so gut, dass ihnen daraufhin Gemeindewehrleiter und Bürgermeisterin die Gründung einer Feuerwehrkapelle nahe legten.

Mittlerweile sind sie zu zehnt, zwischen 15 und 34 Jahre alt, Schüler, Azubis, Studenten und Berufstätige, auch im Schichtdienst. „Da richten sich die Proben nach den Arbeitszeiten“, sagt Theresa Gurath. „Weil wir alle noch jung sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass immer mal jemand weggeht“, erklärt die Sprecherin der Kapelle. Über Verstärkung würde man sich deshalb freuen. Gern auch jemand Älteres und der muss auch nicht vorher in der Musikschule gewesen sein.

Sie eint das Vergnügen am Musikmachen. 25 auftrittsreife Stücke haben sie drauf. Wenige Märsche sind darunter, stattdessen Bekanntes aus Rock & Pop, Filmmusiken und Musical-Melodien. Für die Titelauswahl kann jeder etwas vorschlagen wie jetzt gerade den „Pink Panther“. Oder Rosamunde für das ältere Publikum. Etwas mehr Böhmische Blasmusik wollen sie noch einstudieren. Aufgetreten ist die Feuerwehrkapelle bereits zu Märkten und Festen. Keineswegs nur in Frankenthal. Auch bei privaten Feiern spielten sich die jungen Musiker in die Herzen der Zuhörer.

 

Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung, Ausgabe Kamenz, Constanze Knappe
Samstag 10. August 2013

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